Mastering-Limiter und Redithering-Prozessor

Waves L2

Waves L2 Ultramaximizer


Waves setzt mit dem L2 Ultramaximizer den Traum vieler Toningenieure in die Realität um: Endlich gibt es den legendären und aus dem Mastering-Bereich nicht mehr wegzudenkenden, bisher aber nur als PlugIn namens L1 verfügbaren Ultramaximizer auch im Rack.

Statt einer bloßen Portierung handelt es sich hier aber gleichzeitig um den Sprung in die zweite Generation, denn die Hardware-Variante des L1 arbeitet mit einer internen Auflösung von 48 Bit und Abtastraten von bis zu 96 kHz. Digitalschnittstellen im AES/EBU- und S/PDIF-Format sind ebenso vorhanden wie analoge Ein- und Ausgänge mit hochwertigen 24-Bit-Wandlern, so daß sich der L2 auch in analoger Mastering-Umgebung wohlfühlt. Die Kombination aus einem Analog-Kompressor für den Sound und dem unerbittlichen, digitalen Brickwall-Limiter im L2 ist sogar geradezu ideal.

Um dem Geheimnis des L2 auf die Spur zu kommen, sollen hier die wesentlichen Zusammenhänge kurz aufgezeigt werden. Beim Einsatz des L2 werden mit Hilfe des Limiters zunächst Transienten und Pegelspitzen abgeschnitten, um freien Headroom zu schaffen. Danach wird das Signal wieder bis zur Maximalaussteuerung angehoben. Dabei wird die sogenannte Lautheit erhöht, also die Lautstärkewahrnehmung bei gleichem Pegel. Da der L2 aufgrund seines Multibandkonzepts und der interaktiven Release-Steuerung auch relativ starkes Limiting ohne hörbare Nebeneffekte erlaubt, hat er neben der technischen gleichzeitig eine psychoakustische Funktion im allgegenwärtigen Kampf um den lautesten Sound.

Der Algorithmus bewirkt aber noch mehr, denn nach der Pegelanhebung gelangen aus einem 24-Bit-Signal einige Informationen der ansonsten ungenutzten unteren acht Bit in den Dynamikbereich der 16 Bit einer CD. Bei der anschließenden Reduzierung der Wortbreite auf eben diese 16 Bit kommt zudem die patentierte IDR-Technologie von Waves zum Einsatz, bei der es sich um ein spezielles Dithering-Verfahren handelt. Neben der Bearbeitung des Amplitudenbereichs von oben durch den Limiter optimiert IDR das ausgegebene Signal also gleichzeitig von unten, so daß die 16 Bit der CD optimal genutzt werden können und sich eine wahrgenommene Auflösung von 18 oder 19 Bit erzielen läßt.

Wer den überlegenen Klang einer solchen CD-Produktion einmal gehört hat, wird bald nicht mehr ohne den L2 arbeiten können. Und so ist es fast schon selbstverstälich, daß auch im ths master mix Studio ein L2 seinen Dienst verrichtet. Es handelt sich dabei sogar um den allerersten Serien-L2 überhaupt, der unmittelbar nach seiner Auslieferung für das Redithering der CD "Ave Maria Vol. 2" (Sicus Klassik) zum Einsatz kam.


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