Plug Ins:

Spezielle Effekte

Neben den auch als Hardware altbekannten Effekten gibt es einige neuartige PlugIns, die eine gewisse Sonderrolle einnehmen. Entweder existieren sie nicht in analoger Form, oder sie sind in der Analogwelt nicht nötig, weil ihr einziger Zweck darin liegt, diese zu simulieren...


Tip 1 - Endlich wieder Analog!

Vor zwei Jahren habe ich mein Studio kompromißlos auf HD-Recording umgestellt. Nachdem ich das nichtlineare Arbeiten schnell unersetzlich fand, verkaufte ich konsequent meine geliebte 24-Spur-Analogmaschine. Zu schnell, wie ich nach dem Verfliegen der ersten Euphorie feststellte, denn der cleane HD-Sound bietet nicht die Bandsättigung, die viele Aufnahmen erst richtig edel machen. Nun gibt es Steinberg Magneto, das die Bandsättigung simuliert und wirklich echt klingt. Aber der absolute Hammer ergibt sich erst seit Cubase VST 3.55 mit seinen Insert-Effekten - hier kann man Magneto in jedem Kanal unabhängig einsetzen und die Bandsättigung nicht wie üblich bei der Aufnahme, sondern wohldosiert beim Abspielen einsetzen. Das konnte selbst meine Analogmaschine nicht. Also: Unbedingt antesten, es ist der helle Wahnsinn!

Magneto

Tip 2 - Maxxbass, der Bums im Bass

Maxxbass

Das sogenannte Residuumhören ermöglicht uns, Töne wahrzunehmen, deren Grundfrequenz gar nicht wiedergegeben wird. Fehlende Bass-Frequenzen hören wir trotzdem, sofern ihre Obertöne im Signal vorhanden sind. Maxxbass von Waves nutzt dieses Prinzip und erzeugt derartige Obertöne künstlich. Damit können ultratiefe Bässe unterhalb der Grenzfrequenz des Lautsprechers erklingen. Maßvoll eingesetzt ist dies eine wirkliche Bereicherung im CD-Mastering. Hier liegt auch die Stärke des Plug Ins. Aber auch im Mehrspur-System (z. B. Cubase VST) kann man etwas damit anfangen: Bei stärkeren Einstellungen kann man nämlich auch Bass-Spuren gezielt durch die Obertöne aufpeppen und Maxxbass als eine Art "Bass-Exciter" mißbrauchen...



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