HD-System mit DSP-Power

Step 3: Externe Geräte

Als eine Mischung noch mit Mischpulten und nicht im Rechner erfolgte, arbeitete man auch schon mit externer DSP-Leistung. Denn nichts anderes ist ein digitales Effektgerät. Folglich liegt der Gedanke nahe, ein solches auch ins Rechner-Studio einzubinden. Möglich macht dies die neueste Technologie von I/O-Karten, die mit sehr geringer Latenz arbeiten und deren Schnittstellen von den aktuellen Versionen nativer Software auch als Aux-Sends, Returns oder Inserts genutzt werden können.

Dazu braucht man aber erstmal die passende Audiokarte. Der Hersteller RME hat diesbezüglich für Furore gesorgt und bietet beispielsweise mit der Hammerfall-Karte eine Lösing mit bis zu 52 I/Os, die fürs erste ausreichen sollten. Dank in Hardware ausgeführter ASIO-Treiber belasten die gerouteten Wave-Devices nicht einmal den Prozessor.

Im Vergleich zu PlugIns haben die eingebundenen, externen Geräte zwei Nachteile. Erstens werden ihre Einstellungen nicht mit dem Song abgespeichert, und zweitens sind sie teuer. Für das erste Problem sollte also vor dem Mixdown unbedingt eine Spur mit Effekt aufgezeichnet werden, beim zweiten hilft Sparen. Jedoch gibt es eine beruhigende Nachricht: Die Vintage-Effekte der UAD-1 sind so gut, dass man für den Vorteil der Speicherbarkeit gerne auf das Original verzichtet. Und der Hall der Powercore ist ebenfalls gut genug, um über externen Hall der mittleren Preiskategorie gar nicht mehr nachzudenken. Bleibt die High-End-Riege: Ein Lexicon 480L als externes Gerät einzusetzen, ist beispielsweise eine sehr gute Idee. Ganz nebenbei hält man so auch die DSP-Kerte vom rechenintensivsten aller Effekte frei und kann sich über wirklich viele Instanzen mit Kompressoren freuen.

Step 4: Optimales System



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